Irish Terrier – Wesen, Haltung & Pflege

Der irische Terrier ist einer der größten Terrier überhaupt und ein liebenswerter Gefährte, der leicht an seinem markanten Bartwuchs zu erkennen ist. In Deutschland ist er weniger häufiger anzutreffen als auf den britischen Inseln, wo er zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt zählt.

Die Geschichte des Irish Terriers

Die genaue Herkunft der Rasse liegt im Dunkeln. Vermutlich entstand er im 19. Jahrhundert aus den zu diesem Zeitpunkt beliebten „Black and Tan“-Terriern. Manche vermuten, dass ihm auch der irische Wolfshund in den Genen steckt. Der Irish Terrier wurde in Irland, wo er auch unter dem gälischen Namen Brocaire Rua bekannt ist, vor allem als Wach- und Hütehund eingesetzt.

Er jagte Schädlinge wie Ratten und Mäuse und schützte Haus und Hof. Dazu wurde er gerne als Jagdhund eingesetzt. Ab 1870 wurde der Irish Terrier erstmals auf Zuchtschauen präsentiert und 1879 wurde in Dublin der erste Zuchtverband gegründet.

Das Wesen des Irish Terriers

Wie alle Terrier ist der Irish Terrier ein temperamentvoller, intelligenter Hund, der eine strenge Erziehung benötigt. Diese dankt er seinem Herrchen oder Frauchen mit uneingeschränkter Loyalität. Damit er ausgelastet ist, sind täglich lange Spaziergänge erforderlich.

Daneben lässt er sich gut für Hundesportarten wie Agility nutzen, die ihn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Als Stadthund und Begleiter für Senioren, die nur kurz mit ihrem Hund um den Block gehen, ist er ungeeignet.

Er schreckt nicht vor Konfrontationen mit größeren Hunden zurück und ist generell sehr selbstbewusst und ein wenig rauflustig. Auch dies macht eine feste Hand und gute Erziehung erforderlich.

Mit Kindern kommt er generell gut klar, solange ihm seine Position im Rudel bewusst ist. Kleine Stöße und Knüffe steckt er mühelos weg und seine Energie ist so unerschöpflich wie die eines Kindes.

Aussehen und Pflege des Irish Terriers

Aufgrund des markanten rötlichen Fells wird die Rasse auch als Roter Ire bezeichnet. Irish Terrier werden etwa 45 Zentimeter groß und bringen bis zu 12 Kilogramm auf die Waage. Das dicke, drahtige Fell liegt dicht am Körper an und einheitlich rot oder gelblich-rot sein.

Ein weiteres Merkmal sind die an einen Bart erinnernden länglichen Haare an der Schnauze. Die Rute darf heute nicht mehr kupiert werden und steht bei lebhaften, gesunden Hunden meist nach oben.

Pflege des Irish Terriers

Das kurze, eher grobe Fell schützt den Hund zuverlässig vor Kälte und Nässe. Für seinen Besitzer hat es den Vorteil, dass es sehr pflegeleicht ist. Sie müssen das Fell nur regelmäßig kämmen.

Er verliert beim Fellwechsel kaum Haare, allerdings sollte er mindestens zwei-dreimal im Jahr von einem professionellen Hundefriseur getrimmt (nicht geschoren!) werden. Dabei werden die abgestorbenen Haare entfernt und ein neues Fell kann nachwachsen. Bei guter Pflege erreicht der Irish Terrier ein Alter von etwa 12 bis 15 Jahren.