Ein junger Hund hat ähnlich wie ein kleines Kind andere Bedürfnisse bei der Ernährung. Dies liegt daran dass der Welpe einen höheren Nährstoffbedarf zur Förderung des gesunden Wachstums besitzt. Zugleich darf der Hund nicht zu schnell wachsen, da dies lebenslange Probleme mit sich bringen kann.
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Auf den richtigen Nährstoffmix kommt es an
Mittlerweile sind im Handel zahlreiche speziell auf Welpen abgestimmte Futtermischungen erhältlich. Dieses enthält besonders viel Protein und hat einen hohen Energiegehalt. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls auf den Bedarf eines Welpen optimiert. Zu beachten sind dabei Unterschiede zwischen echtem Welpenfutter (oft auch unter der englischen Bezeichnung „Puppy„-Futter angeboten) und Futter für junge Hunde („Junior„-Futter).
Bei der Fütterung mit einem Welpenfutter ist es nicht notwendig, zusätzliches Futter wie Fleisch oder Leckerli zu füttern. Im Gegenteil: Eine Überversorgung führt dazu, dass der junge Hund zu schnell „in die Höhe schießt“ und dabei das Skelett irreparabel geschädigt wird. Der Tierarzt empfiehlt gerne hochwertiges ausgewogenes Welpenfutter.
Die Fütterung des Welpen – Welpenfutter
Kommt der Kleine vom Züchter neu ins Haus, wird er möglicherweise zunächst keinen Appetit zeigen. Dies ist nur natürlich, denn er leidet unter Trennungsschmerz von seiner Mutter, seinen Geschwistern und seiner vertrauten Umgebung. Zugleich ist alles neu und aufregend. Um dem Tier den Übergang zu erleichtern, ist es empfehlenswert, sich vom Züchter etwas des vertrauen Futters mitgeben zu lassen. In den folgenden Tagen wird das Futter nach und nach umgestellt – von einem Viertel neuem Futter zu halbe-halbe, zu dreiviertel des neuen Futters und schließlich nur noch das neue Futter.
Welpen können natürlich noch nicht so viel Futter aufnehmen wie erwachsene Hunde. Darum sollte der Welpe häufiger gefüttert werden. Ideal für den Anfang sind vier Mahlzeiten am Tag. Nach dem ersten halben Lebensjahr wird die Menge auf drei Mahlzeiten reduziert und mit Erreichen des ersten Geburtstags auf eine oder zwei Mahlzeiten. Bei kleineren Rassen ist das Wachstum dann abgeschlossen. Größere Rassen wachsen oft noch bis zu einem Alter von 15-16 Monaten. Mit dem Ende des Wachstums erfolgt der Umstieg auf Futter für erwachsene Hunde. Auch hier sollte die Umstellung über eine Woche hinweg erfolgen, während der der Anteil des vertrauen Welpen/Juniorenfutters allmählich reduziert wird.
Betteln erst gar nicht zulassen
So treuherzig der Kleine auch dreinschauen mag: Es versteht sich von selbst, dass dem Welpen erst gar nicht das Betteln angewöhnt werden darf. Idealerweise werden seine Mahlzeiten zeitlich mit denen seiner Menschen abgestimmt. So ist er mit seinem eigenen Futter beschäftigt. Auf keinen Fall sollte er „nur das eine klitzekleine Häppchen“ vom Teller bekommen. Sobald er einmal gemerkt hat, dass das Betteln zum Erfolg führt, wird er es immer wieder tun. Besser ist es, ihn zu ignorieren oder ihm ein klares „Nein“ mitzuteilen und ihn zu loben, wenn er zum eigenen Futternapf oder zum Körbchen zurückkehrt.
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