Der Dobermann gehört zu den großen Hunderassen und wird dank seiner hohen Intelligenz gerne für wichtige Aufgaben, u.a. bei der Polizei und beim Zoll eingesetzt. Private Halter beschäftigen ihren Dobermann gerne mit Hundesportarten wie Agility und Obedience.
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Die Geschichte des Dobermanns
Die Hunderasse trägt den Namen ihres ersten Züchters, Karl Friedrich Louis Dobermann aus Apolda in Thüringen. Zu seinen vielen Aufgaben gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts der Dienst als Nachtpolizist, bei dem er sich von einem zuverlässigen scharfen Hund begleiten lassen wollte. Er paarte seine Mischlingshündin Schnuppe mit einem sogenannten Fleischerhund, der selbst wieder eine Kreuzung aus Rottweiler und Schäferhund war.
Vermutlich fügte er dem genetischen Mix noch weitere Rassen hinzu, ehe der heutige Dobermann entstand. Da er zunächst vor allem als Begleitung der Straßenpolizisten Verwendung fand, wurde er unter dem Namen Gendarmenhund bekannt. Erst nach dem Td von Karl Dobermann im Jahr 1894 wurde die Rasse nach ihm benannt. 1955 wurde der Dobermann offiziell als eigene Rasse in der Gruppe der Pinscher eingetragen.
Im 20. Jahrhundert wurde der Dobermann nicht nur von der Polizei eingesetzt, sondern tat auch in beiden Weltkriegen auf beiden Seiten der Front Dienst. In den USA erlebte die Rasse Anfang der 70er-Jahre einen Boom durch den Film The Doberman Gang, dem drei Sequels folgten. Im Film werden sechs Dobermänner darauf trainiert, eine Bank auszurauben.
Das Wesen des Dobermanns
Der Dobermann gilt als hochintelligenter und bisweilen sturer Hund. Vielfach ist er als aggressiver Hund verschrien, da ihm diese Eigenschaft aufgrund seiner Einsatzgebiete bei der Polizei und im Krieg angezüchtet wurde. Im Bundesland Brandenburg steht der Dobermann bis heute auf der Liste der Kampfhunde, deren Halter bestimmte Auflagen erfüllen müssen. Im Schweizer Kanton Wallis ist die Haltung von Dobermännern sogar komplett verboten.
Wichtig für eine stressfreie Haltung des Dobermanns ist eine gute Erziehung. Der Hund muss seinen Menschen unbedingt als Rudelführer anerkennen und ihm aufs Wort gehorchen. Ein gut erzogener Dobermann ist ein anhänglicher, loyaler Familienhund mit einer Lebenserwartung von bis zu 13 Jahren.
Das Aussehen und die Haltung des Dobermanns
Der Dobermann gehört zum Typ der Pinscher und wird zwischen 63 und 72 Zentimeter groß. Ein ausgewachsener Hund bringt es auf bis zu 45 Kilogramm. Das Fell ist schwarz mit rotbraunen Abzeichen. Früher zeichnete sich sein Erscheinungsbild durch die kupierten, spitzen Ohren und die kupierte Rute aus. Beides ist mittlerweile in Europa verboten.
Der Dobermann ist dank seines kurzen Fells ein pflegeleichter Hund. Im Winter sollte er aufgrund des fehlenden Unterfells einen Mantel tragen. So unkompliziert die Pflege ist, so wichtig ist eine intensive Beschäftigung mit dem hochintelligenten Dobermann. Tägliche lange Spaziergänge sind ebenso wichtig wie geistig herausfordernde Aufgaben. Ideal sind Hundesportarten wie Agility. Für Anfänger ist diese Rasse ungeeignet.